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| Wissenswertes über Hundeernährung |
Wissenswertes über Hundeernährung
Quelle: SIMONE SCHWARZ
Tierheilpraxis/Mahlberg
Tel./Fax 07825 2464
Mobil 0163 4713700
Email: schwarz-mahlberg@t-online.de
(www.owtscharkas.de)
Der Hund ist ein Fleisch- und Allesfresser. Der Wolf als Urahn war durch die Jagd im Rudel fähig, auch große Beutetiere zu erlegen. Er konnte dadurch zwar große Mengen auf ein Mal fressen, musste danach aber oft bedingt durch erfolglose Jagd eine Zeit des Fastens einlegen. Die Reihenfolge des Fressens war streng durch die Rangordnung im Rudel geregelt. Die Nahrungsaufnahme musste schnell erfolgen, um das Futter vor den anderen Rudelmitgliedern zu schützen. Reste der Beute, die nicht verzehrt werden konnten, wurden vergraben und bei Bedarf wieder hervor geholt. Dieses Verhalten kennen wir auch von unseren Haushunden.
Wölfe fressen alles von der Maus bis zum Elch, Rehe, Hirsche usw. aber auch Vögel, Reptilien, Insekten, Früchte…. (ca. 4 kg Beute pro Tag). Dadurch haben sie eine ausgewogene Ernährung mit allen benötigten Anteilen.
Futterauswahl und Futtertypen
Heute hat jeder die Möglichkeit, seinem Hund entweder Dosen- oder Trockenfutter, Selbstgekochtes oder Rohes zu geben. Bei letzteren beiden sollte der Tierbesitzer aber über eine notwendige Sachkenntnis verfügen, damit der Hund alle wichtigen Nährstoffe mit dem Futter erhält.
Für die richtige Futterauswahl sollte man das Lebensstadium des Hundes betrachten. Es gibt Futtermittel für Welpen, Junghunde, adulte Hunde oder Senioren. Es ist besser, die Mahlzeit auf zwei Mal zu verteilen, da sich aufgrund der schnelleren Verdauung die Gefahr einer Gasbildung im Magen verringert ( Magendrehung)
FutterqualitätDie Kotmenge des Hundes ist ein wichtiges Kriterium für die Verdaulichkeit des Futters. Je höher die Verdaulichkeit, umso weniger scheidet das Tier aus und umso geringer ist die benötigte Futtermenge, was für den Besitzer auch ein finanzielles Argument ist. Deshalb machen sich oft „teure Futtermittel“ bezahlt.
ProteineEine ausreichende Aufnahme von Proteinen ist zur Aufrechterhaltung beispielsweise von Geweben (Haut, Fell, Muskelmasse), sowie Enzymen und Hormonen nötig. Der Hund hat die Fähigkeit sein Enzymsystem zu regulieren und kann in Hungerphasen auch andere Metabolite (Zwischenprodukte) dafür nutzen. Die Katze ist dazu nicht fähig, bei einem Eiweißmangel kann es bei ihr schnell zum Muskelabbau kommen.
Es gibt tierische Proteinquellen (Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, Geflügel, Fleischnebenprodukte, Fisch und Fischnebenerzeugnisse, Eier, Milch und Molkereierzeugnisse) und pflanzliche Proteinquellen (Maiskleber und Sojaprodukte).
Merke: Hunde mit Nierenproblemen sollen eine eiweißarme Diät einhalten und Spezialfutter bekommen. Ihre Besitzer suchen häufig eine billige Alternative im Discounter. Sie sollten aber beachten, dass der bloße Vergleich des prozentualen Eiweißgehaltes verschiedener Futtersorten falsch interpretiert werden kann und dadurch ein Nierenpatient einen zu hohen Gehalt an Eiweiß und Phosphor aufnimmt, was zu einer starken Belastung der Niere führt.
Mineralstoffe und Vitamine Ein bestimmter Anteil an Mineralstoffen und Vitaminen ist bereits in den genannten Rohstoffen des Futters enthalten. Zur Deckung des Bedarfs werden den Fertigfuttern die entsprechenden Zusätze beigemengt. Die Mengen sind relativ klein und erscheinen in der Reihenfolge der Nährstoffangaben weit hinten.
Bei der Zuteilung der Mineralstoffe (Mengenelemente: Kalzium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium; Spurenelemente: Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Jod) muss eine Überdosierung vermieden werden, da Mineralstoffe sich gegenseitig in ihrer Resorption beeinflussen. So kann z. B. eine Überversorgung mit Kalzium die Aufnahme von Zink und Kupfer aus dem Darm hemmen und somit eine Unterversorgung mit diesen beiden Mineralien hervorrufen. Das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor sollte in der Futterration bei 1 : 1 bis 2 : 1 liegen, optimalerweise bei 1,3 : 1.
Die Vitaminverluste, die bei der Herstellung und Lagerung von Futtermitteln entstehen, werden durch eine erhöhte Menge am Anfang des Herstellungsprozesses vermieden.
Vitamin AIn der natur nimmt ein Fleischfresser Vit A über tierisches Gewebe auf. Die Vorstufe Beta-Carotin gibt es in Pflanzen (Karotten). Hunde können (im Gegensatz zu Katzen) Beta-Carotin in Vit A umwandeln.
Vitamin DAuch Vitamin D muss ausreichend über die Nahrung aufgenommen werden, da die lichtabhängige Vit D Herstellung bei Hunden und Katzen zu vernachlässigen ist. Vit D ist in Leber oder Fett (z. B. Lebertran) enthalten.
Niacin
Tierische Gewebe haben einen hohen Niacingehalt, so dass der Bedarf meist gedeckt ist. Hunde können Niacin auch aus der Aminosäure Tryptophan herstellen.
KohlenhydrateVorwiegend aus pflanzlichen Produkten (Weizen, Mais, Reis, Hafer, Gerste, Kartoffeln usw). Kohlenhydrate enthalten Stärke und Faserstoffe (Ballaststoffe). Die Verdaulichkeit der Stärke muss durch Erhitzen verbessert werden. Nicht ausreichend gegarte Stärke wird im Dickdarm fermentiert und verursacht dadurch säuerlichen Durchfall. Ballaststoffe regen die Bewegung des Darms an und fördern dadurch die Verdauung.
Zucker im Fertigfutter
Bei vielen Produkten wird Zucker in Form von Karamell eingesetzt. Das hat den Effekt, dass das Fleisch bräunlicher erscheint und der Tierbesitzer das Futter ansehnlicher findet, also rein optischer Art. Es ist nicht bestätigt, dass durch diesen Zucker Zahnprobleme (Karies) oder andere Krankheiten entstehen können.
FetteFette sind Energieträger, liefern essentielle Fettsäuren und dienen als Geschmacksträger im Futter zur besseren Akzeptanz. Meistens werden mehrere Fettquellen tierischen und pflanzlichen Ursprungs gemischt.
Man unterscheidet gesättigte und ungesättigte Fettsäuren. Erstere sind Energieträger. Letztere haben eine wichtige Funktion im Stoffwechsel. Sie sind u. a. wichtig für die Funktion des Zentralnervensystems und des Immunsystems.
Tierisches Fett stammt aus dem Gewebe von Säugetieren, Geflügel und Fisch. Dazu zählen auch Rindertalg, Schweineschmalz, Geflügelfett und Fischöl. Lautet die Angabe „tierisches Fett“ bedeutet dies, dass Fett von verschiedenen Tieren verwendet werden kann.
Auf die Angabe der Fettquelle ist vor allem bei Allergikern zu achten.
PflanzenölDie am häufigsten verwendeten Pflanzenöle sind Mais-, Sonnenblumen-, Distel- und Sojaöl. Wegen des unterschiedlichen Gehalts an ungesättigten Fettsäuren sollen verschiedene Öle miteinander abgewechselt werden. (1 gr Öl pro Kilo Körpergewicht) Leinöl enthält größtenteils (90 %) ungesättigte Fettsäuren und ist das einzige Pflanzenöl, das eine hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren hat. Dieses kann bei chronischen Hauterkrankungen mit Juckreiz eingesetzt werden und wirkt sich außerdem positiv auf Entzündungen aus. Bei Fettsäuremangel kommt es zu trockenem Fell, Hautverdickungen, Haarausfall und vermehrten Hautinfektionen.
ZusatzstoffeZur Konservierung der Fette werden in den Futtermitteln Antioxidanzien beigemischt. Natürliche sind z. B. Vit E (Tocopherol E 307, 308, 309) und C (Ascorbinsäure E 300). Die natürlichen Oxidanzien sind oft weniger effektiv und kostspielig, so dass deshalb meistens synthetische eingesetzt werden (E 320, 321,324). E 324 werden schädliche Wirkungen nachgesagt.
KonservierungsstoffeZu den Konservierungsstoffen zählen vor allem Säuren und ihre Salze, die das Wachstum von Schimmelpilzen und Hefen unterbinden sollen. Sorbate sind Salze der Sorbinsäure (E200, 201, 202, 203). Weitere Konservierungsmittel sind Zitronensäure (E330), Essigsäure (E 260) und Propionsäure (E 280).
Alle Zusatzstoffe für Tiernahrung müssen futtermittelrechtlich zugelassen sein.
Tipps und Infos:
Getrockneter Pansen ist eine Kalorienbombe für ihren Hund. 100 gr davon entsprechen 500 gr frischen Pansens.
Füttern Sie Ihrem Hund keine ganzen Eier, nur die Schale und den Dotter. Eiweiß bindet Biotin im Darmtrakt und kann so zu einem Biotinmangel und Durchfall führen.
Überversorgung mit Eiweiss führt bei Welpen entgegen herkömmlichen Meinungen nicht zu Problemen
Zwiebel und Knoblauch sind für Hunde unverträglich, bei zu hohen Dosen kann es zu gravierenden Nebenwirkungen kommen. (giftige Dosis bei 5 gr/kg/KG/Tag
SchokoladeIst für Hunde und Katzen giftig. Das in der Schokolade enthaltene Theobromin kann bei einer Dosis von 100 mg/kg/KG zum Tod führen. Bittere, Milch- oder weisse Schokolade enthalten verschiedene Anteile an Theobromin.
Quelle: SIMONE SCHWARZ
(www.owtscharkas.de) |
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